Dirndl, Tracht und das Cannstatter Volksfest

Dirndl, Tracht und das Cannstatter Volksfest

Das andere Oktoberfest.

Wer an das Oktoberfest denkt, der sieht vor dem geistigen Auge Tracht: Dirndl und Lederhose. Und Bier. Und München. Man muss jedoch nicht bis nach München fahren, um dabei zu sein: Das Cannstatter Volksfest, oder auch “Der Cannstatter Wasen” findet in Stuttgart statt. Über 200 Kilometer Entfernung zu München, können ein gutes Argument für die Anreise nach Stuttgart sein, wenn man aus der Mitte oder dem Norden Deutschlands kommt. Bad Cannstatt ist ein Stadtbezirk von Stuttgart und eben der Ausrichter und Namensgeber dieses Volksfestes. Das Cannstatter Volksfest, der Cannstatter Wasen, ist das zweitgrößte Volksfest Deutschlands, vielleicht sogar das zweitgrößte der Welt. Rund 4 Millionen Besucher kommen jedes Jahr zu dem Fest. Und, genauso wie das Oktoberfest in München, ist der Cannstatter Wasen geprägt von Fahrgeschäften, Trachtenmode, der Mass Bier, und Volksmusik.

Essen, Trinken, Feiern.

Die Eröffnungsfeier vom Cannstatter Wasen finden ihren Höhepunkt in dem Fassanstich des Stuttgarter Bürgermeisters. Wenn der Zapfhahn im Fass versenkt ist, gibt es kein Halten mehr: dann regieren Feiern, Essen, Trinken, Kirmes und Musik. Volksfest-Wirte haben auf dem Wasen ihre Festzelte. Dort ist man überdacht, also gegen das Wetter geschützt. Zudem gibt es kräftiges Essen, Live-Musik und natürlich Getränke, wie die typische Mass Bier. Eintritt muss man in den Festzelten nicht bezahlen, aber da man dort immer nur eine begrenzte Anzahl an Leuten hinein lässt, macht es Sinn, einen Tisch zu reservieren. Denn nichts wäre ärgerlicher, als vor dem Festzelt seiner Wahl zu stehen, zu hören, was drinnen los ist, aber eben nicht hinein zu kommen, oder lange in der Warteschlange zu stehen. Bei den Attraktionen, den Riesenrädern, Karussells, Achterbahnen und Geisterbahnen, steht man dann leider doch in der Warteschlange. Aber es drumherum genug zu sehen und zu hören, das die Wartezeit verkürzt.

Dirndl, Lederhose & Co.

Obligatorisch ist auf dem Wasen die Tracht. Tracht bedeutet, die typische Kleidung. Es ist also der Oberbegriff, unter den dann Lederhose, Dirndl, Jacke, oder Rock fallen. Dirndl und Lederhose, gibt es nicht nur bei Festzügen, sondern, in großer Zahl, bei den Besuchern. Es gehört einfach dazu. So wie die Mass Bier und die Brezel. Wie bei aller Kleidung, soll sie gut aussehen und gut sitzen. Es gibt also die Möglichkeit, etwas in einem Geschäft, auch in Stuttgart, anzuprobieren und zu kaufen, oder etwas online zu bestellen. Bei der Online-Bestellung kommt man vielleicht günstiger an das Dirndl, oder die Lederhose, aber es besteht das Risiko, dass es nicht so gut sitzt. Zudem kann man das Material nicht anfassen, so wie im Geschäft. Beratung erhält man online auch nicht in dem Umfang. Es gibt auch bei Trachtenmode Unterschiede in Preis und Qualität. Man sollte sich vielleicht überlegen, ob man das Gekaufte nur einmal, oder zweimal, anziehen möchte, oder ob man lange was davon haben will. Das Dirndl ist übrigens nicht typisch bayerisch, sondern es ist einfach die Tracht der frühen und oft wohlhabenden, Bauern. Meist im Süden Deutschlands. Denn wie gesagt: eine Tracht kann auch einiges an Geld kosten. Eine kurze Lederhose, wie man sie kennt, kann auch mehrere Hundert Euro kosten. Dafür hält so eine Lederhose dann aber auch sehr viele Jahre. Auch Dirndl oder Röcke können preislich bis in den unteren dreistelligen Bereich gehen. Wer mit Tracht bisher noch nicht viel zu tun hatte, der sollte einfach mal in einem Onlineshop gucken, was es alles gibt. Und dann muss man sich halt entscheiden, ob man in ein entsprechendes Geschäft geht und sich dort beraten lässt, oder ob man einfach online seine Tracht bestellt.

Anreise und Übernachtung.

Für die Anreise sollte man sich online vorbereiten, auf den Seiten der Stadt Stuttgart und speziell, des Cannstatter Wasen. Dort findet man Hotels, Park and Ride, Bus-Shuttle und sogar ein Fundbüro. Sowie Informationen zu den einzelnen Festzelten. Eintritt kostet das Fest übrigens nicht. Parken am Wasen ist fast unmöglich, deshalb lieber mit S- oder Regionalbahn bis zum Bahnhof Bad Cannstatt fahren und von dort dann noch 10 Minuten zu Fuß gehen. Auch möglich ist, auf dem Campingplatz, direkt neben dem Fest, zu wohnen. Allerdings könnte einem der Trubel den Schlaf rauben. Auf dem Wasen ist die Fruchtsäule (eine weithin sichtbare Säule, dekoriert mit Obst und Gemüse) ein guter Treffpunkt und wie auf jedem großen Fest gilt: frühzeitig an der Toilette anstellen.

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